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Milla Jovovich

Milla Jovovich
Milla Jovovich hat sich international als Model und Schauspielerin einen Namen gemacht. Mühelos gelang ihr der Übergang zur Vollzeit-Schauspielerin. Mittlerweile hat sie in über zwei Dutzend Filmen die Hauptrolle gespielt.
Neben Oscar®-Preisträger Robert De Niro und Oscar®-Kandidat Edward Norton ist Jovovich demnächst in „Stone“ zu sehen. Darin spielt sie die Frau eines verurteilten Brandstifters (Edward Norton), der von seinem Bewährungshelfer (Robert De Niro) in ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel verstrickt wird.
Aktuell hat Jovovich zwei Independent-Filme abgedreht: Im Psycho-Thriller „Faces in the Crowd“ geht es um eine Frau (Jovovich), die fast von einem Serienmörder umgebracht wird und im Krankenhaus mit einer Verletzung aufwacht, durch die sie „gesichtsblind“ wird (Prosopagnosie): Sie kann keine Gesichter mehr erkennen und muss sich in einer Welt zurechtfinden, in der Gesichtsmerkmale sich sofort verändern, wenn sie in eine andere Richtung schaut. Inzwischen ist ihr der Killer auf den Fersen und will die potenzielle Zeugin unbedingt ausschalten. Julian McMahon übernimmt hier eine weitere Hauptrolle. In „Dirty Girl“ ist Jovovich neben William H. Macy und Juno Temple zu sehen. „Dirty Girl“ erzählt auf amüsante Weise von der Suche nach Identität und der heilenden Kraft einer unerwarteten Freundschaft. Danielle (Temple) ist das „schmutzige Mädchen“ an der Norman High School. Durch ihr Verhalten landet sie in der Sonderklasse, wo sie sich mit einem Schwulen anfreundet – gemeinsam gehen sie auf Reisen, um einander und sich selbst kennen zu lernen: der Beginn einer lustigen Zufallsfreundschaft.
Im Juli 2010 stand Jovovich als Hauptdarstellerin in „Bringing Up Bobby“ vor der Kamera – damit gibt Schauspielerin Famke Janssen ihr Regiedebüt. „Bringing Up Bobby“ ist die Geschichte einer europäischen Betrügerin (Jovovich) und ihres Sohnes Bobby, die in Oklahoma landen, wo sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben aufbauen wollen. Olive und Bobby mogeln sich mit ihrem Charme durch immer neue Abenteuer, bis Olive von ihrer kriminellen Vergangenheit eingeholt wird. Sie muss sich entscheiden: Entweder lebt sie als Gaunerin weiter, oder sie muss die Liebe ihres Lebens aufgeben, um Bobby ein ehrliches Leben zu ermöglichen. Der Film entstand innerhalb von vier Wochen in Oklahoma.
Anschließend begann Jovovich mit den Dreharbeiten zu „Die drei Musketiere“, den Regisseur Paul W.S. Anderson inszeniert. Jovovich spielt Milady de Winter neben Kollegen wie Christoph Waltz, Orlando Bloom, Luke Evans und Mads Mikkelsen. Seit September wird in Deutschland gedreht.
Als Siebenjährige wurde Jovovich vom Fotograf Richard Avedon entdeckt, der sie in die Revlon-Anzeigenkampagne „Most Unforgettable Women in the World“ aufnahm. Im Oktober 1987 erschien ihr Foto auf dem italienischen Modemagazin Lei – viele andere Titelblätter folgten. 1988 unterschrieb sie ihren ersten Vertrag als Profi-Model.
Jovovich war in Hunderten von Magazinen und auf Dutzenden von Titelblättern zu sehen. Als Model arbeitete sie für Werbekampagnen von Banana Republic, Christian Dior, Damiani, Donna Karan, Gap, Versace, Mango, Etro. Seit 1998 repräsentiert sie L’Oréal weltweit. Neben L'Oréal war sie aktuell in Kampagnen für ICB, Ann Taylor und Mercedes-Benz zu sehen.
Die frühen Model-Aufträge führten zu Kinorollen. Ihr erster Spielfilm war 1988 der romantische Thriller „Two Moon Junction – Fesseln der Leidenschaft“ mit Sherilyn Fenn. Dann spielte sie eine Hauptrolle in „Rückkehr zur Blauen Lagune“, mit dem sie 1991 in der Kategorie Beste junge Spielfilmdarstellerin für den Young Artist Award nominiert wurde. In dieser Zeit übernahm sie Rollen in einigen TV-Serien und in den Spielfilmen „Ein Kerl zum Schießen“ (1992), „Chaplin“ (1992) und „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“ (1993).
Ihren Durchbruch als Filmstar schaffte sie 1997 als „perfektes Wesen“ Leeloo in Luc Bessons „Das fünfte Element“. Es folgten viele weitere Action-Filme neben der „Resident Evil“-Trilogie, darunter „Ultraviolet“ (2006), „A Perfect Getaway“ (2009) und „Die vierte Art“ (2009).
Zu ihren komischen und dramatischen Auftritten zählen Spike Lees „Spiel des Lebens“ (1998), „Johanna von Orleans“ (1999), „Das Reich und die Herrlichkeit“ (2000), „The Million Dollar Hotel“ (2000), „Zoolander“ (2001), „Dummy“ (2003), „No Good Deed“ (2003) und „Love Birds – Liebe auf den zweiten Blick“ (2002).
Jovovichs erstes Folk-Album „The Divine Comedy“ wurde 1994 veröffentlicht. Sie ließ sich von ihrer Liebe zu „Elfen und magischen Bäumen“ inspirieren, schrieb die Texte als 15-Jährige und nahm das Album bereits als 16-Jährige auf. Die von Acoustic und Folk beeinflussten elf Songs sind schwer einzuordnen – sie werden von slawischer Melancholie und existentialistischem Selbstzweifel geprägt. „In the Glade“ ist ein wunderschönes ukrainisches Volkslied, das Jovovich in ihrer Muttersprache singt. Jovovich leitete eine Band namens Plastic Has Memory, die 1999 etwa ein Dutzend Mal in Los Angeles and New York City aufgetreten ist. Obwohl die Band keine CD veröffentlicht hat, steuerte sie den Song „On the Hill“ zur CD „Hollywood Goes Wild“ bei, deren Erlös der Wildlife Waystation zu Gute kam.
Im Oktober 2003 sang Jovovich den Song „Left and Right“ bei „Fashion Rocks“ in London (MP3). Sie hat auch Songs auf verschiedenen Alben veröffentlicht, darunter zwei Cover-Versionen von Lou Reeds „Satellite of Love“ auf dem Soundtrack zu „The Million Dollar Hotel“ (2000), „Rocket Collecting“ auf dem Soundtrack zu „Underworld“ (2003) und „Shein Vi Di L'Vone“ & „Mezinka“ (jiddische Klezmer-Lieder) auf dem Soundtrack zu „Dummy“ (2003).
Mehrfach hat Jovovich mit Puscifer (Maynard James Keenan von Tool und A Perfect Circle) zusammengearbeitet. Als Sängerin war sie an „Rev 22:20“ auf dem Soundtrack zu „Underworld“ (2003) sowie am Renholder-Remix vom The Cure-Titel „Underneath the Stars“ auf dem Soundtrack zu „Underworld – Aufstand der Lykaner“ (2009) beteiligt. Sie ist auch auf „The Mission“ zu hören und trat am 13. Februar 2009 live mit Puscifer im The Pearl in Las Vegas auf. Sie sang „We Are Family“(2001, Benefiz-CD für das Rote Kreuz in den USA), „Former Lover“ auf Deepak Chopras Album „A Gift of Love II: Oceans of Ecstasy“ (2002) und „I Know It’s You“ von The Crystal Method (2004). Sie schreibt weiterhin Demos, die gratis zur Verfügung stehen. Ihre Fans fordert sie auf, sie zu hören und Remix-Versionen zu erstellen, die aber nicht verkauft werden dürfen.
Jovovich-Hawk war eine Modekollektion, die Jovovich 2003 mit Carmen Hawk gründete. 2006 kam Jovovich-Hawk in der Endausscheidung für die Fashion-Fund-Initiative des Council of Fashion Designers of America (CFDA)/Vogue. Der populäre Mode-Konzern Mango bot Jovovich-Hawk in der MNG-Collection 2007 an. Jovovich-Hawk wurde 2008 beendet.
Als Botschafterin arbeitet Jovovich für amfAR (Stiftung zur AIDS-Forschung). Außerdem unterstützt sie etliche weitere karitative Organisationen, darunter den Ovarian Cancer Research Fund (Forschungsstiftung für Eierstock-Krebs), The Dian Fossey Gorilla Fund, The Wildlands Project (zum Schutz der Gletscher in den Rocky Mountains) und das UNESCO World Heritage Centre.
Wenn sie keine Filme dreht, wohnt Jovovich mit ihrem Mann und ihrer Tochter Ever in Los Angeles.

Filmografie
1988: Two Moon Junction
1988: Das Geheimnis der unsichtbaren Stadt
1989: Eine schrecklich nette Familie (Her mit den kleinen Französinnen)
1990: Parker Lewis – Der Coole von der Schule
1991: Rückkehr zur blauen Lagune
1992: Chaplin
1992: Kuffs – Ein Kerl zum Schießen (Kuffs)
1993: Confusion – Sommer der Ausgeflippten (Dazed and Confused)
1997: Das fünfte Element (The Fifth Element)
1998: Spiel des Lebens (He Got Game)
1999: Johanna von Orleans
2000: The Million Dollar Hotel
2000: Das Reich und die Herrlichkeit (The Claim)
2001: Zoolander
2002: Dummy
2002: Resident Evil
2002: No Good Deed (The House on Turk Street) 2002: You Stupid Man (Love Birds)
2004: Resident Evil: Apocalypse
2006: Kaliber 45 (.45)
2006: Ultraviolet
2007: Resident Evil: Extinction
2008: Palermo Shooting
2009: A Perfect Getaway
2009: Die vierte Art (The Fourth Kind)
2010: Resident Evil: Afterlife