Die Dasslers - Pioniere, Brüder und Rivalen

Die Dasslers

Die Dasslers - Pioniere, Brüder und Rivalen
Regisseur: Philipp Stennert
Darsteller: Christian Friedel, Hanno Koffler, Hannah Herzsprung, Alina Levshin
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Spieldauer: 190 Minuten
Vertrieb: rough trade
Verleih:
JUSTBRIDGE



I m kleinen bayerischen Herzogenaurach revolutionieren Adi (Christian Friedel) und Rudi Dassler (Hanno Koffler) die Herstellung von Sportschuhen und steigen zu Deutschlands bekanntesten Sportschuhfabrikanten auf. Doch der detailversessene Tüftler Adi und der energiegeladeneVerkäufer Rudi entwickeln zunehmend konträre Ansichten. Adis Frau Käthe (Alina Levshin) und Rudis Frau Friedl (Hannah Herzsprung) stehen ihren Männern zur Seite und vertiefenihrerseits den Graben zwischen den Brüdern. Die ehemals harmonische Familie gerät immer tiefer in einen tragischen Konflikt, der schließlich eskaliert und zur Gründung von zwei getrennten Unternehmen führt – adidas und Puma. Der große Konkurrenzkampf zwischen den beiden Dassler-Dynastien soll sich über viele Jahre hinziehen, wird aber auch zum Antrieb für den weltweiten Erfolg der beiden Marken…


2016 hatte RTL einen beachtlichen Erfolg mit «Duell der Brüder - Die Geschichte von Adidas und Puma» ihren Event Film über die Geschichte von Adolf und Rudolf Dassler.
Man nahm es hier aufgrund eines unterhaltsameren Spannungsbogens, dann auch nicht so genau mit den historischen Fakten. Um es nicht falsch zu verstehen, der Film war gute Unterhaltung mit Top Schauspielern wie mit Ken Duken und Torben Liebrecht, aber halt RTL gerecht verpackt

Mit „Die Dasslers“ ist zugleich eine akkurate Aufarbeitung der Geschichte um die Brüder gelungen, sowie eine Betrachtung der Veränderungen in Deutschland in Sport und Politik.
Es ist eine Geschichte von Ehrgeiz und Visionen, die vor allen durch den nationalsozialistischen Gedanken in der 30er und 40er Jahren geprägt wird. Währen der RTL Film nur bis in die 50Jahre ging, geht dieser weiter in das Jahr 1974, und zeigt das die Spaltung der Familie nach dem zweiten Weltkrieg nicht kleiner, sondern noch größer wird. Am deutlichsten wird dies 1974, bei Spiel der WM-Vorrunden-Begegnung BRD gegen DDR im Hamburger Volksparkstadion. Adi bekommt hier die Nachricht, dass sein Bruder Rudi eine Lungenblutung hat. Sein eiskalter Kommentar nach über 20 Jahren ist nur „Er braucht keinen Bruder, er braucht einen Arzt“, deutlicher kann man das Zerwürfnis nicht darstellen. Zudem ist der Film großartig besetzt, in den Hauptrollen des emotionsgeladenen Familienepos unter der Regie von Cyrill Boss und Philipp Stennert überzeugen. Des Weiteren überzeugen Christian Friedel („Das weiße Band“), Hanno Koffler („Krabat“), Hannah Herzsprung („Der Vorleser“), Alina Levshin („Kriegerin“), Joachim Król („Tatort“), Johanna Gastdorf („Die Welle“), Christoph Maria Herbst („Stromberg“), Dirk Borchardt („Der Untergang“) und Rafael Gareisen („Das kalte Herz“). Produziert wurde der Film von dem Duo Wiedmann & Berg. Ihr erster Kinofilm „Das Leben der Anderen“ gewann den Oscar® für den Besten Fremdsprachigen Film. Das Drehbuch stammt von Christoph Silber. Sein Film „Das Wunder von Kärnten“ wurde mit dem International Emmy® Award ausgezeichnet. Der Zweiteiler wurde 2016 mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis ausgezeichnet.

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