TABOO - Die komplette 1. Staffel

TABOO - Die komplette 1. Staffel

TABOO - Die komplette 1. Staffel
Regisseure: Anders Engström, Kristoffer Nyholm
Darsteller: Tom Hardy, Franka Potente, Oona Chaplin, Jonathan Pryce, Stephen Graham
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Spieldauer: 450 Minuten
Concorde Home Entertainment


London 1814: Der Einzelgänger James Keziah Delaney (Tom Hardy) kehrt in seine Heimatstadt zurück. Nach über zehn Jahren in Afrika wurde er in der Zwischenzeit sogar für tot erklärt. Nun plant er das Erbe seines Vaters, ein Schifffahrtsunternehmen, anzutreten und sich so eine neue Existenz aufzubauen. Dieses Erbe erweist sich aber als höchst schwierig – an jeder Ecke lauern Feinde mit eigener, tödlicher Agenda. James muss sich seinen Weg durch die komplexe, ihm feindlich gesinnte Londoner Gesellschaft bahnen, legt sich mit der mächtigen Ostindien Kompanie und sogar mit der Krone an und ist letztlich gezwungen, seinen eigenen Kopf zu retten.

Die BBC ist für ihre Historien Serien bekannt. Die erste Staffel der Serie spielt 1814 vor dem Hintergrund der Regency Zeit von 1811 bis 1820. Eine Zeit der Regierung durch den Prince of Wales mit starken sozialen, politischen und stilistischen Veränderungen. Und es war die Zeit der Britischen Ostindien-Kompanie die das alleinige Recht hatte, sämtlichen Handel zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und der Magellanstraße abzuwickeln, einschließlich bürgerlichen und militärischen Angelegenheiten. Dies alles bildet zwar den Historischen Hintergrund, aber keine Geschichtliche Aufarbeitung, sondern vielmehr eine Geschichten von Schuld, Sühne, Inzest, Kannibalismus und Verrat. Im groben erinnert einiges zwar an „Der Graf von Monte Christo“ nur in den dreckigen und schlammigen Straßen von London mit einer kräftigen Portion Screampunk.

Die Serie ist von der ersten bis zu letzten Minute ein Meisterstück von Tom Hardy. Von seiner ersten Szene, wenn er im langen Mantel mit Hut die schlammigen Straßen entlang streitet, macht deutlich, dass diese Stadt schon bald nicht mehr die sein die es ist. Ganz gleich ob es sein Kampf gegen die Ostindien Kompanie ist, die inzestuöse Beziehung zu seiner Halbschwester "Zieh endlich dein verdammtes Kleid aus!", oder wenn er in seinen ersten Zweikampf in London seinen Gegner die Kehle zerfleischt, TABOO bricht jedes Tabu.

Die markantesten Rollen neben Tom Hardy hat Oona Chaplin („James Bond 007 – Ein Quantum Trost“) als seine Schwester, und Franka Potente als resolute Puff-Mutter, leider nur in einigen wenigen Szenen. Wen Oona Chaplin bekannt vorkommt, sie die Tochter von Geraldine Chaplin und die Enkelin von Charlie Chaplin und hatte ihre bisher größte Rolle als Talisa Maegyr in "Game of Thrones" wo sie aber ein Opfer der Roten Hochzeit wurde.

Wen wundert, dass die Rolle das Paradestück für Tom Hardy überhaupt ist, braucht sich nicht wundern. Tom Hardy hat das Buch zusammen mit seinen Vater Edward bereits vor sieben Jahren geschrieben, und es jetzt zusammen mit Ridley Scott produziert. Das Drehbuch hingegen ist von Steven Knight der bereits mit "Peaky Blinders" (die zweite Staffel ist ebenfalls mit Tom Hardy) Erfahrungen mit solchen Stücken hat.

Wer eine düstere Geschichte um Machtkämpfe, Intrigen und Verrat, Betrug, Verschwörung und Mord, Gerüchte, düstere Familiengeheimnisse und eine verbotene Liebe, fesselnd erzählt und visuell eindrucksvoll inszeniert vor dem historisch brisanten Hintergrund der britischen Kolonialgeschichte des 19. Jahrhunderts eingefangen im Schmutz und die Brutalität dieser Epoche sehen möchte, wird TABOO lieben. Tom Hardy Fans werden eh zugreifen, und sehen ihren Star dann, in seiner bis jetzt besten Darstellung überhaupt.

Ohne einen Spoiler zu geben, man braucht keine Angst vor einen Cliffhänger zu haben, auch wenn die Geschichte weitergeht, beendet diese Staffel ihr Kapitel sauber. Wer bis hier hin gesehen hat, liebt die Serie sowieso und wartet eh ungeduldig auf die zweite Staffel 2018. Fans von „Alarm für Cobra 11“ die hier einen Cliffhänger nötig hätten, kommen vermutlich eh nicht über die erst Folge hinaus.

TABOO ist zwar das dreckigste und brutalste was er bisher 2017 an Serien gab, aber auch das schauspielerische Beste und Anspruchsvollste in einen fantastischen Setting, Grandios

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