Under the Silver Lake

Under the Silver Lake
Darsteller: Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace, Callie Hernandez
Regisseur: David Mitchell
Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
Deutsch, Englisch DTS-HD MA 5.1; Deutsch, Englisch DTS-HD MA 2.0
Spieldauer: 139 Minuten
Weltkino (Vertrieb: Universum Film GmbH)


Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Regisseur David Robert Mitchell hat sich 2014 in die Herzen der Horror Fans katapultiert. Die Indie-Horrorperle "It Follows" ist einer der wegweisesten Genre Filme der letzten Jahre.
Auf „Under The Silver Lake” liegt jetzt ein großer Erfolgsdruck, der er mit der ersten Szene gerecht wird. Ein Eichhörnchen fällt von einem Baum auf den Boden. Doch es läuft nicht weg, sondern siecht in seinen Eingeweiden dahin und blickt dabei den Zuschauer hilfesuchend und verzweifelt an.
Sam (Andrew Garfield) den ich immer noch als Spider-Man sehe, auf den es auch einen augenzwinkernden Verweis gibt. Sam lebt mit Videospielen und den beobachten seiner Nachbarn in dem Tag hinein. Eine neue Nachbarin die hübsche Sarah (Riley Keough) hat es ihn angetan. Die ersten Annäherungsversuche scheinen erfolgreich, doch kurze Zeit später ist sie über Nacht ausgezogen und verschwunden. Bei all seinen Suchen findet Sam Codes in Comic „Under the Silver“ Lake und die den Texten der Hipster-Hype-Band Jesus & the Brides of Dracula und trifft dabei auf die Callgirl-Hotline Shooting Star.

Verwirrt, dann ist das Ziel erreicht. „Under the Silver Lake“ will nicht nur die Popkultur-Variante des L.A.-Noir-Klassikers „Chinatown“ sein. Es ist ein ausgefeiltes Popkultur-Puzzle voller lauter skurriler Ideen und Situationen das man sich sehr oft fragt wo man jetzt ist und wieso.
Auch wenn der Film nicht an David Lynchs L.A.-Meisterwerk „Mulholland Drive“ heranreicht, kann man ihn am meisten hiermit vergleichen, man sollte solche Filme mögen, sonst macht „Under the Silver Lake“.
Wer sich aber auf „Under the Silver Lake“ einlassen mag, wird 140 Minuten gut und skurril unterhalten.


Fazit: Über die vollen 140 Minuten kommen letztendlich jede Menge unterhaltsamer und handwerklich gekonnt inszenierter Einzelmomente zusammen, die einen lange genug bei der Stange halten und auch weitestgehend über die verworrene Handlung hinwegtrösten. Wer Schrägheit über Kohärenz stellt und wild wuchernde Ideen zu schätzen weiß, wird bei "Under The Silver Lake" auf seine Kosten kommen.
Bonusmaterial: Trailer; Wendecover

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