Utoya: 22. Juli

Utoya: 22. Juli
Darsteller: Andrea Berntzen, Aleksander Holmen, Brede Fristad, Sorosh Sadat, Ada Eide
Regisseur: Erik Poppe
Bildseitenformat: Bild: 1,85:1 (1080p/24)
Sprachen/Ton: Deutsch (5.1 DTS-HD MA, Stereo DTS HD-MA), Norwegisch (5.1 DTS-HD MA)
Untertitel: Deutsch, Laufzeit: 97 Min.
Spieldauer: 97 Minuten
Weltkino (Vertrieb Universum Film)



Die 18-jährige Kaja verbringt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar ausgelassene Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Es gibt Streit zwischen den Schwestern und Kaja geht alleine zu dem geplanten Barbecue. Angeregt diskutieren die Jugendlichen über aktuelle politische Entwicklungen, als plötzlich Schüsse fallen. Erschrocken suchen Kaja und die anderen Schutz im Wald. Rasend kreisen ihre Gedanken. Was passiert um sie herum? Wer sollte auf sie schießen? Kein Versteck scheint sicher. Doch die Hoffnung auf Rettung bleibt. Und Kaja setzt alles daran, Emilie zu finden. Während die Schüsse nicht verstummen wollen.
Am 22. Juli 2011 werden 500 Jugendliche in einem Ferienlager auf der Insel Utøya von einem schwer bewaffneten Attentäter überfallen – ein Trauma, das Norwegen bis heute tief erschüttert. Um dem Täter die Bühne zu nehmen, stellt Regisseur Erik Poppe die Opfer in den Mittelpunkt seines Spielfilms. Konsequent aus ihrer Sicht inszeniert und in einer einzigen Einstellung gedreht, gelingt ihm eine atemlose Rekonstruktion des Geschehens von ergreifender Wucht. UTØYA 22. JULI bleibt ganz nah bei seiner Hauptfigur Kaja – grandios verkörpert von Nachwuchstalent Andrea Berntzen. Ein Film gegen das Vergessen und die Sprachlosigkeit.


Gleich zwei Verfilmungen widmen sich 2018 der Tragödie von Utoya. Die Vorgeschichte, die Tat selber und vor allen die Folgen, erzählt der Netflix Film “22. Juli“ des US-Regisseurs Paul Greengras, der sich mit “Flug 93“ bereits einer ähnlichen Tragödie annahm.
Der norwegischen Starregisseur Erik Poppe geht in seinen Film “Utoya – 22. Juli“ seine eigenen Wege, nach einer kurzen Vorstellung der Charaktere beginnt die Katastrophe in Echtzeit, in einer Kameraeinstellung. 72 schicksalhafte Minuten.
Die Handkamera klebt geradezu an ihrer Hauptfigur Kaja folgt ihr auf der Flucht und versteckt sich mit ihr. Es sind keine Hochglanzbilder, es ist eine Handkamera, die den Eindruck gibt, eines er Kinder hätte selbst gefilmt. Trotzdem hat es mit Found-Footage nichts zu tun, viel mehr versetzt ein die Kamera hinein in das geschehen, die ganzen 72 Minuten pfeifen kugeln um die Ohren ohne, dass man den Täter sieht. In keiner Minute gibt es Erklärung oder Hintergründe der Tat. Es gibt nur die 72 Minuten Angst, ohne zu wissen wer oder weshalb.
Ein unglaublich intensiver Film, der einen ein Teil der Hölle verstehen lässt, die hier das Leben, für die die überlebt haben, für immer verändert haben.
Extras: Interview mit Hauptdarstellerin Andrea Berntzen und Regisseur Erik Poppe, Making-of, Trailer, Wendecover

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