Zack 310 - 319

ZACK 319

ZACK 319
Mit Michel Vaillant, Rick Master, Ray Ringo und Tanguy & Laverdure sind vier Serien in dieser Ausgabe versammelt, die bereits in den Magazinen der Koralle-Ära zu den Lieblingen der Leser zählten.
ZACK 319 fühlt sich fast wie ein Klassentreffen an: Mit Michel Vaillant, Rick Master, Ray Ringo und Tanguy & Laverdure sind gleich vier Traditionsserien vertreten.

„Dead Sugar“ bringt Rick Master zurück in einen klassischen Kriminalfall. Atmosphärisch dicht, schön gezeichnet – aber die Story wirkt bislang vertraut. Man kennt viele Motive schon aus früheren Abenteuern.

Ray Ringo startet mit „Devil’s Gate“ ordentlich ins Western-Abenteuer. Staubige Landschaften, harte Kerle – das funktioniert. Graphisch ein Genus, allerdings fehlt mir hier noch der erzählerische Haken, der die Serie wirklich besonders macht.

Michel Vaillant (Teil 2 von „Erlösung“) gewinnt an Fahrt. Persönliche Konflikte stehen stärker im Fokus, was der Serie gut tut. Trotzdem bleibt sie kontrollierter und weniger leidenschaftlich als die Klassiker.

„Verrat“ (Teil 3) bei Tanguy & Laverdure ist weiterhin das inhaltlich stärkste Stück im Heft. Politisch, aktuell, ernst – fast schon zu ernst für ein klassisches ZACK-Gefühl.

Dazu kommen Amoras, Jeff Mistral, Aleksis Strogonov und die gewohnten Humorstreifen. Gerade die Mischung macht Spaß, auch wenn nicht jede Serie auf gleichem Niveau agiert. Manchmal wirkt das Heft dadurch etwas zerstückelt.

Dazu, eine Vorstellung von „CRIMINAL“ einer Gesamtausgabe in 3 Büchern von Sean Phillips und Ed Brubaker, ein Meisterwerk.

Fazit: Ein traditionsreiches Heft mit viel Nostalgie-Faktor. Einige starke Serien, aber auch Beiträge, die eher solide als begeisternd sind. Für Fans der klassischen ZACK-DNA trotzdem ein Genuss – gerade wegen der Vielfalt.

ZACK 318

ZACK 318
ZACK 318 fühlt sich wie eine Hommage an die Koralle-Ära an – allen voran durch Michel Vaillant. „Erlösung“ beginnt vielversprechend. Die moderne Inkarnation der Serie ist technischer, emotionaler und weniger naiv als früher. Steve Warson bekommt erfreulich viel Profil. Dennoch: Der Funke springt nicht ganz so über wie bei den Klassikern. Vielleicht fehlt etwas vom unbeschwerten Racing-Spirit vergangener Jahrzehnte.

Aleksis Strogonov startet mit „Tamo“ in seinen letzten Handlungsbogen. Optisch eindrucksvoll, erzählerisch bewusst ruhig. Mir gefällt die melancholische Grundstimmung – aber sie ist sperriger als andere ZACK-Serien.

„Verrat“ (Teil 2) bei Tanguy & Laverdure zieht die Spannungsschraube an. Intrigen und politische Dimensionen nehmen zu. Hier zeigt sich, dass die Serie erzählerisch ambitioniert ist – aber auch textlastig.

Wynona beendet seinen Zyklus ordentlich, wenn auch ohne ganz großes Finale-Feuerwerk.

Humor liefern wieder Parker & Badger sowie Tizombi – leichte Kost, manchmal herrlich absurd, manchmal eher Lückenfüller.

Dazu gibt es den zweiten des Portraits von Corentin Rouge, sowie die Vorstellung des Comic Albums Jean-Michel Charlier präsentiert 1: Brice Bolt

Fazit: Eine solide, nostalgisch gefärbte Ausgabe. Michel Vaillant als Zugpferd funktioniert, doch insgesamt bleibt das Heft etwas zurückhaltend. Kein Totalausfall, aber auch kein Ausreißer nach oben.

ZACK 317

ZACK 317
Mit Ausgabe 317 setzt ZACK stark auf Fortsetzungen – und vor allem auf ein echtes Schwergewicht: Tanguy & Laverdure startet mit dem ersten Teil von „Verrat“. Und selten war die Serie so nah an der Realität wie hier. Militärische Spannungen, geopolitische Unsicherheiten, Misstrauen innerhalb der eigenen Reihen – das liest sich angesichts der aktuellen Weltlage fast unheimlich zeitgemäß. Der Auftakt ist spannend, dicht inszeniert und ernsthafter als viele ältere Abenteuer der Serie. Allerdings merkt man auch: Das Erzähltempo ist gemächlich. Wer auf schnelle Action hofft, muss Geduld mitbringen.

Amoras bleibt dagegen eine Bank. „Wiske“ (Teil 2) ist düster, emotional und weit entfernt vom klassischen Vandersteen-Tonfall. Gerade das macht den Reiz aus. Allerdings droht die Serie manchmal, sich in ihrer eigenen Schwermut zu verlieren. Nicht jede Szene braucht maximale Tragik.

Mit „Das Erwachen des Bären“ (Teil 3) steuert Wynona auf sein Finale zu. Atmosphärisch stark, visuell überzeugend – aber erzählerisch nicht ganz so zwingend, wie ich es mir wünschen würde. Manche Konflikte wirken konstruiert.

Das Ende von Rani („Verurteilt“) liefert dagegen solides Mantel-und-Degen-Kino in Comicform. Dramatisch, opulent, vielleicht etwas melodramatisch – aber genau das erwartet man hier.

Julie Wood beendet „Tödliches Rodeo“ mit Tempo, bleibt aber erzählerisch und zeichnerisch weit unter dem erwarteten, von der anfänglichen Euphorie ist nichts mehr über.

Dazwischen sorgen Parker & Badger und Tizombi für Humor – locker, manchmal albern, nicht immer treffsicher.

Redaktionell stechen eine Vorstellung Der Marvel Bücher des Taschen Verlages, sowie der erste Teil des Portraits von Corentin Rouge, der mit „RIO“ sein bisheriges Meisterwerk vorlegt.

Fazit: Ein stark politisch gefärbter Auftakt für Tanguy & Laverdure trägt das Heft. Der Rest schwankt zwischen sehr gut und solide. Insgesamt eine gute, aber nicht überragende Ausgabe.

ZACK 316


ZACK 316
präsentiert mit dem vorletzten Kapitel von „Amoras“ ein echtes Highlight der aktuellen Ausgabe. Die Neuinterpretation der Kultserie Suske & Wiske gewinnt hier weiter an Tiefe und Spannung. Das dramatische Setting bietet einen starken emotionalen Kern, der sowohl alte Fans als auch neue Leser fesselt. Es ist deutlich spürbar, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt.

Die Serie richtet sich klar an ein erwachsenes Publikum. Die Geschichten sind nicht mehr „niedlich“, sondern enthalten Gewalt, Sexualität und eine ungeschönte Sprache. Der Zeichenstil unterscheidet sich stark von der Originalserie. Im fünften Album suchen Jerusalem und Suske weiter nach Wiske, während Professor Barabas und Tante Sidonia sich mit einer früheren Version der Telezeitmaschine beschäftigen.
Da "Die Chroniken von Amoras" und "J. Rom – Force of Gold" bereits in der ZACK-Edition als Alben erschienen sind, bleibt zu hoffen, dass auch die Hauptserie bald in Albenform veröffentlicht wird. Wie im Vorwort zu lesen ist, wird es bis dahin jedoch noch einige weitere "Chroniken von Amoras"-Bände geben.

Das lang erwartete Finale des Sci-Fi-Epos „Erectus“ (Teil 7) liefert einen würdigen und beeindruckenden Abschluss der Reihe. Obwohl eine Fortsetzung möglich scheint, bietet das Ende dennoch einen runden Abschluss der Geschichte. "Erectus" verbindet philosophische Fragestellungen mit packender Action und endet auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt – ein Beweis dafür, dass ZACK nicht nur unterhält, sondern auch anspruchsvolle Themen transportieren kann.

Neben diesen beiden zentralen Serien setzt das Magazin erneut auf eine breite Palette weiterer Geschichten: „Parker & Badger“ bietet wieder humorvolle Unterhaltung, während „Tizombi“ mit schwarzem Humor und cleveren Gags punktet. „Julie Wood“ baut die Rodeo-Story weiter aus, und die Fortsetzungen von „Alte Versprechen“ und „Rani“ liefern Drama und Spannung auf gewohnt hohem Niveau. Besonders erfreulich ist, dass auch der zweite Teil von „Wynona – Das Erwachen des Bären“ dem vielversprechenden Auftakt gerecht wird und die Handlung konsequent weiterführt.

Abgerundet wird das Heft durch ein informatives Interview mit Chris Noeth, das spannende Einblicke in seine kreative Arbeit gibt. Bei Splitter feiert er mit Serien wie Dark Zero und Maya große Erfolge.

Darüber hinaus wird die Gesamtausgabe von „Das Mädchen von der Weltausstellung“ ausführlich auf drei Seiten vorgestellt.

Leider enthält das Heft auch zwei Nachrufe:
Zum einen auf Ervin Rustemagić, den bosnischen Comicverleger und Rechteverwerter sowie engen Freund von Hermann Huppen – ihre berühmteste Zusammenarbeit war "Fax aus Sarajevo"; zum anderen auf den Schauspieler Terence Stamp, der 1966 in Modesty Blaise – Die tödliche Lady eine der Hauptrollen spielte.

Zum Abschluss widmet sich ZACK vor 50 Jahren diesmal dem kurzlebigen, aber markanten Hit „Caine, der Meister des Kung Fu“, der merkwürdigerweise bis heute nicht neu aufgelegt wurde.

Zack Magazin 315


Die Ausgabe des ZACK-Magazins 315 markiert einen spannenden Neuanfang mit der Serie „Wynona – Das Erwachen des Bären“, dem Auftakt einer Geschichte, die neugierig macht und durch die außergewöhnlichen Zeichnungen von Hans van Oudenaarden (VanO) besticht. VanO versteht es meisterhaft, Atmosphäre und Emotionen zu transportieren, wodurch Wynona als Hauptfigur sofort lebendig wirkt. Die Mischung aus mystischem Setting und einer erzählerisch dichten Story sorgt dafür, dass man den nächsten Teil kaum erwarten kann.

Darüber hinaus enthält das Heft bewährte Serien, die mit gewohnt hoher Qualität überzeugen. „Parker & Badger“ glänzt diesmal sogar mit zwei kurzen Episoden, die mit Humor und Abenteuerlust punkten. Der sechste Teil von „Erectus“ führt die dystopische Sci-Fi-Geschichte spannend fort; der Mix aus Action und gesellschaftskritischen Themen bleibt dabei weiterhin fesselnd.
Besonders hervorzuheben ist auch die letzte Kurzgeschichte von Harry & Platte, „Herr Romanow“, die mit einer feinen Mischung aus Charme und Tiefgang aufwartet und einen gelungenen Abschluss bietet.

Ebenfalls erfreulich sind die spannenden Fortsetzungen von „Alte Versprechen“ und meinem persönlichen Highlight „Rani“ von Van Hamme.
Eine Enttäuschung hingegen ist – nach anfänglicher Euphorie – "Julie Wood – Tödliches Rodeo": Statt detaillierter Zeichnungen wirkt vieles nach Computer. Allein die Gesichtsausdrücke auf Seite 52 sprechen Bände, und die Social-Media-Begeisterung von Julie mit ihrem Aufschrei gibt dem Ganzen den Rest. Bleibt abzuwarten, ob sich die Serie noch fangen kann.

Das Interview mit der renommierten Comic-Künstlerin Isabel Kreitz rundet das Heft gelungen ab und bietet interessante Einblicke in die Arbeitsweise und Motivation einer der prägenden Figuren der deutschen Comicszene.

Angemessen vorgestellt wird außerdem „Gunung Darah“ von Zeichner und Autor Peter Nuyten, ein kleines Meisterwerk.

ZACK vor 50 Jahren berichtet diesmal über erfundene „Lucky Luke“-Kurzgeschichten und Alben, die zerstückelt wurden, um dem Wunsch der Leserschaft nach kürzeren Episoden zu entsprechen – einer der großen redaktionellen Fehlentscheidungen in der ZACK-Geschichte.

Zack Magazin 314

Zack Magazin 314
Frauenpower prägt diesmal die neue Ausgabe des ZACK-Magazins. Gleich zwei Serien mit starken weiblichen Figuren stehen im Zentrum: Rani und Julie Wood. Beide zeigen auf sehr unterschiedliche Weise, wie Frauen in Extremsituationen ihren eigenen Weg gehen – ob in einem historischen Intrigengeflecht oder auf der riskanten Bühne des Motorsports.

Mit Rani – Verurteilt beginnt ein neues Kapitel aus dem wechselvollen Leben von Jolanne de Valcourt. Schon der Auftakt macht deutlich, dass der Band seinem Titel alle Ehre macht: Verrat, Intrigen und ein schmerzhafter Absturz aus der gesellschaftlichen Ordnung bestimmen Jolannes Schicksal. Sie ist eine Figur, die sich nicht beugen lässt, die kämpft, auch wenn die Umstände sie immer wieder ins Abseits drängen. Gerade das macht sie so faszinierend. Die Serie überzeugt durch eine dramatische Erzählweise und detailreiche Zeichnungen, die historische Kulisse und Figuren gleichermaßen lebendig wirken lassen. Ein Start, der neugierig auf die kommenden Fortsetzungen macht.

Auch Julie Wood – Tödliches Rodeo geht in die nächste Runde und steigert im zweiten Teil das Tempo deutlich. Die Motorradfahrerin wird mitten in die Welt des Rodeos geworfen – ein Setting, das Spannung und Gefahr gleichermaßen bietet. Julie muss sich in einer von Männern dominierten Umgebung behaupten, und das nicht nur durch ihr Können, sondern auch durch ihren Mut. Die Action ist packend inszeniert, die Zeichnungen sprühen vor Dynamik und Energie. So wird das Abenteuer zugleich zu einem Stück Zeitgeschichte und zu einem unterhaltsamen Comic, der die Essenz der Figur perfekt einfängt.

Neben diesen beiden Höhepunkten setzt ZACK 314 seine laufenden Serien fort. Erectus bietet im fünften Teil erneut archaische Action aus der Steinzeit, brutal, düster und mit einem Hauch Endzeitstimmung. Alte Versprechen vertieft im dritten Teil die ruhigen, nachdenklichen Töne der Serie und beleuchtet Schuld und Verantwortung zwischen den Figuren. Und mit dem vierten und letzten Teil von Die Bank – Die Zeit der Kolonien findet ein komplexer Handlungsbogen um Macht und Politik seinen Abschluss, der die Reihe als ambitioniertes Stück moderner Comic-Kunst auszeichnet.

Für nostalgischen Flair sorgt diesmal Harry & Platte – Die Geiselnahme. Die Geschichte setzt auf eine Mischung aus Spannung und Humor, ganz im Stil der klassischen frankobelgischen Abenteuercomics.
Abgerundet wird das Heft durch mehrere Kurzgeschichten von Tizombi, Der Ritter, Parker & Badger und StarfiXion.

Zack 313

Diese Ausgabe markiert eine kleine Sensation: Julie Wood der Traum vieler Pennäler 1978/79 im klassischen Zack kehrt endlich zurück. Damals noch 16Jahre jung, ist sie jetzt immerhin schon 18, aber immer noch lange blonde Haare und ist immer noch gut gebaut…. Ich hoffe hier sind nicht so viele Woke, ansonsten, es geht um Comics!!!

Julie Wood, die Motorradfahrerin aus Jean Gratons Feder, feiert ihre Rückkehr. Mit „Tödliches Rodeo – 1. Teil“ startet ein brandneues Abenteuer, das zeitlich vor ihrer Rennkarriere angesiedelt ist. Der Auftakt ist rasant, dynamisch gezeichnet aber auch viel moderner.

„Die Bank – Die Zeit der Kolonien – 3. Teil“ bleibt einer der stärksten fortlaufenden Titel, indem es historisch-politische Themen mit Spannung und Verrat verbindet.

„Alte Versprechen – 2. Teil“ vertieft die zuvor begonnene persönliche Geschichte und zeigt, dass stille, emotionale Comics im ZACK ihren Platz haben.

„Erectus – 4. Teil“ treibt die Endzeit-Atmosphäre auf eine neue Eskalationsstufe und bleibt eine der kompromisslosesten Serien im Programm.

„Harmony – Letztendlich … – 5. und letzter Teil“ beendet die Serie mit einem actiongeladenen Finale

„Der Ritter“, „Grott & Brott“, je zwei Beiträge von Tizombi“ und „Parker & sowie „StarfiXion“ runden das Heft ab. Natürlich auch die Interessanten Redaktionellen Zack Seiten, mit unter anderen „vor 50 Jahren“

Zack 312

Die nächste Ausgabe setzt Schwerpunkte auf Serienfortsetzungen und bietet mehrere Höhepunkte.

„Alte Versprechen – 1. Teil“ feiert hier seinen Auftakt: eine eher ruhige, aber tiefgründige Geschichte über persönliche Schuld, Vergangenheit und familiäre Bindungen. Sie bringt eine ungewohnt nachdenkliche Note ins ZACK-Portfolio.

Mit „Harry & Platte – Die Dogon-Krieger“ bleibt die klassische Serie präsent. Der Abenteuercharakter mit exotischem Setting wirkt nostalgisch, aber zugleich frisch umgesetzt.

„Harmony – Letztendlich … – 4. Teil“ treibt den Handlungsbogen in Richtung Showdown, intensiviert die innere Zerrissenheit der Heldin und verbindet Action mit emotionaler Dichte.

„Die Bank – Die Zeit der Kolonien – 2. Teil“ führt die historische Rückblende mit konsequenter

Spannung fort und verleiht der Reihe zusätzliche Tiefe.

Mit „Erectus – 3. Teil“ geht die gnadenlose Evolutionstragödie weiter und bleibt visuell wie erzählerisch hart und kompromisslos.

Ein weiteres Highlight ist „Der Bucklige von Montfaucon – Unsere Schwester – 5. und letzter Teil“, das die düstere Saga mit einem intensiven und befriedigenden Finale beschließt.

„Tizombi – Ewiges Leben“, „Grott & Brott“ , „Parker & Badger – Überlebenstraining“ und „StarfiXion“ liefern diesmal gewohnte Kurzgeschichten

Zack 311

Die Ausgabe 311 eröffnet mit dem ersten Teil von „Die Bank – Die Zeit der Kolonien“, einem Spin-off des erfolgreichen Finanzthrillers, das die Geschichte in die koloniale Vergangenheit verlegt und ein historisch wie politisch brisantes Setting aufgreift. Schon der Auftakt überzeugt durch Detailreichtum und eine packende Erzählweise, die den Leser sofort ins Geschehen zieht.

Mit „Erectus – 2. Teil“ wird die Science-Fiction-Story um ein evolutionäres Experiment konsequent weitergeführt. Die Serie kombiniert Spannung, Action und eine archaisch-brutale Atmosphäre, die hervorragend in den aktuellen Trend realistisch gezeichneter Abenteuer passt.

„Harry & Platte – Der Kilometer nach der Null“ bringt klassischen frankobelgischen Retro-Charme zurück. Der zeichnerische Stil bleibt dem Erbe treu.

„Harmony – Letztendlich … – 3. Teil“ führt den großen, mystisch aufgeladenen Zyklus fort und intensiviert die psychologischen Spannungen.

Einen dramatischen Höhepunkt liefert „Der Bucklige von Montfaucon – Unsere Schwester – 4. Teil“, der mit finsteren Zeichnungen, Mittelalter-Ambiente und einer intensiven Charakterzeichnung hervorsticht.

Zum Abschluss bringt „Tanguy & Laverdure – Rote Flut im Schwarzen Meer – 4. und letzter Teil“ klassische Fliegerabenteuer mit einem finalen Höhepunkt, der geschickt Nostalgie und moderne Spannung verbindet. Es handelt sich bei der Zählung im Heft um das 11 Album, der neuen französischen Serie „Les Chevaliers du ciel Tanguy et Laverdure“ von der ist bisher 12 Alben gibt. Das neue Zack Album „Die Abenteuer von Tanguy & Laverdure Bd. 26: Rückkehr zu den Störchen“ ist hiernach das Album Nr. 8.
Die Neuzählung in Frankreich beginnt mit dem Album von 2002 nach ca 14 Jahren Pause und erscheint nun bei Dargaud.
Schade das es hier keine einheitliche Nummerierung bei uns gibt.

Dazu gibt es die Redaktionellen Seiten sowie One-Pager wie „Parker & Badger – Hirnlos“, „Tizombi – Friedhof der Kuscheltiere und „StarfiXion“

ZACK 310

ZACK 310Die Ausgabe ZACK 310 bietet eine abwechslungsreiche Mischung ausspannenden Fortsetzungen und neuen Geschichten, die sowohl langjährige Leser als auch Neulinge begeistern dürfte. Mit insgesamt zehn Comics und einer Vielzahl an Genres zeigt das Magazin erneut, warum es seit Jahrzehnten eine feste Größe in der Comicwelt ist.
Der Auftakt von „Erectus“, basierend auf dem Roman „Das Steinzeit-Virus“ von Xavier Müller, beeindruckt mit einer packenden Prämisse und detailreichen Zeichnungen von Erik Juszezak. Die Geschichte verspricht eine spannende Mischung aus Science-Fiction und Thriller. „Tizombi – Super-Zombie“ bringt hingegen eine humorvolle und makabre Note ins Heft, die für Abwechslung sorgt.
Fans von Abenteuergeschichten kommen mit „Bob Morane – Auf Spur der Wölfe“ und „Tanguy & Laverdure – Rote Flut im Schwarzen Meer“ auf ihre Kosten. Beide Serien setzen ihre Handlungsstränge mit Spannung und Action fort. Besonders die Luftkampfszenen in „Tanguy & Laverdure“ sind visuell beeindruckend.
Die düstere Atmosphäre von „Der Bucklige von Montfaucon – Unsere Schwester“ und „Die Ballade der Carol Welsh“ bietet einen starken Kontrast zu den humorvolleren Beiträgen. Beide Geschichten zeichnen sich durch ihre tiefgründigen Charaktere und emotionalen Momente aus. Der Abschluss von „Die Ballade der Carol Welsh“ ist besonders gelungen und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Mit „Harmony – Letztendlich ...“ und „Grott & Brott“ werden weitere spannende Fortsetzungen geboten, während „StarfiXion“ mit seinem Science-Fiction-Ansatz eine erfrischende Abwechslung darstellt.
Insgesamt überzeugt ZACK 310 durch seine Vielfalt und die hohe Qualität der Beiträge. Die Mischung aus etablierten Serien und neuen Geschichten macht diese Ausgabe zu einem Muss für Comicfans. Ein gelungenes Heft, das Lust auf mehr macht!

Zack 320 - 329
Zack Magazin