Zack 320 - 329
ZACK 321
ZACK 321
Ausgabe 321 knüpft direkt an die Stärken des Vorgängers an, setzt aber noch stärker auf erzählerische Verdichtung und emotionale Abschlüsse. Man merkt deutlich, dass mehrere Serien hier auf wichtige Wendepunkte zusteuern – oder sie bereits erreichen.
Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar das Finale von Aleksis Strogonov – Tamo. Die Serie hat sich über ihre Laufzeit hinweg zu einem echten Geheimtipp entwickelt, und der Abschluss bringt noch einmal alles zusammen: Abenteuer, Humor und ein leicht melancholischer Unterton, der überraschend gut funktioniert. Das bleibt im Gedächtnis.
Die fortlaufenden Serien wie Rick Master – Dead Sugar, Ray Ringo – Devil’s Gate und Jeff Mistral – Nahtoderfahrung ziehen spürbar an. Gerade hier zeigt sich die Stärke des ZACK-Konzepts: Man ist als Leser mittendrin in mehreren Geschichten gleichzeitig und freut sich von Ausgabe zu Ausgabe auf die nächsten Kapitel.
Ein frischer Impuls kommt mit dem Start von Heute frischer Fisch – Brückenbauer. Der Auftakt macht neugierig und fügt sich erstaunlich gut ins Gesamtbild ein – genau solche neuen Serien sind wichtig, damit ZACK lebendig bleibt.
Michel Vaillant – Erlösung bleibt weiterhin ein verlässlicher Fixpunkt im Heft, während Parker & Badger mit ihrem typischen Humor wieder für Auflockerung sorgen. Auch Einzelbeiträge wie Der Ritter geben dem Magazin zusätzliche Vielfalt.
Dazu kommt diesmal die 5-seitige Henri Vaillant Story für alle Freunde von „Henri Vaillant - Ein Leben voller Herausforderungen“
Im redaktionellen Teil sticht vor allem das Interview mit Dany hervor, das angenehm persönlich ausfällt und interessante Einblicke liefert. Zusammen mit den fortlaufenden Jubiläumsartikeln entsteht auch hier wieder das Gefühl, dass ZACK mehr ist als nur eine Comic-Sammlung – eher ein Magazin mit echter Fan-Seele.
ZACK 321 wirkt insgesamt etwas fokussierter und erzählerisch dichter als die vorherige Ausgabe. Es ist genau diese Mischung aus Abschluss, Aufbau und frischen Ideen, die das Heft so lesenswert macht – und die Vorfreude auf die nächsten Ausgaben weiter steigen lässt.
ZACK 320
ZACK 320
Mit Ausgabe 320 liefert ZACK ein Heft ab, das sich wie ein gut gefülltes Buffet für Comicfans anfühlt. Besonders reizvoll ist die Mischung aus laufenden Serien, großen Abschlüssen und kleinen, eigenständigen Beiträgen, die dem Magazin seinen unverwechselbaren Charakter geben.
Ein echtes Highlight ist das Finale von Amoras – Wiske. Die Serie hat über mehrere Teile hinweg eine düstere, fast schon ungewohnt erwachsene Variante bekannter Figuren präsentiert, und der Abschluss bringt diese Tonlage konsequent zu Ende. Das ist nicht nur spannend erzählt, sondern auch visuell eindrucksvoll umgesetzt – genau die Art von moderner Interpretation, die zeigt, wie flexibel klassische Stoffe sein können. Leide bei den Lesern nicht der erhoffte Erfog.
Auch Tanguy & Laverdure – Verrat erreicht hier seinen Schlusspunkt und liefert ein klassisches Abenteuerfinale, das Fans der Serie zufriedenstellen dürfte. Fliegeraction, Tempo und eine klare Dramaturgie – das fühlt sich angenehm „old school“ an, ohne altbacken zu wirken.
Die Fortsetzungen wie Rick Master – Dead Sugar, Michel Vaillant – Erlösung und Ray Ringo – Devil’s Gate halten das Spannungsniveau konstant hoch. Gerade bei Rick Master merkt man, wie gut die Serie modernisiert wurde, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Michel Vaillant bleibt ohnehin eine Bank im Heft – Rennsport, Drama und Charakterentwicklung greifen hier sauber ineinander.
Für den humorvollen Ausgleich sorgen Parker & Badger, die mit ihrem typischen Chaos wieder für einige Schmunzler gut sind. Dazu kommt mit Tizombi – Abschied eine herrlich schräge Note, die zeigt, dass ZACK auch Platz für ungewöhnlichere Beiträge lässt.
Der redaktionelle Teil rundet das Ganze wie gewohnt solide ab. Die Beiträge zu „50 Jahre ZACK“ tragen viel zur Identität des Heftes bei und sind gerade für langjährige Leser ein schöner Blick zurück – ohne dabei in reiner Nostalgie stecken zu bleiben.
Der Artikel über „Die Ballade der Carol Welsh“ räumt auf mit Gerüchten und Vermutungen und stellt die neue Gesamtausgabe dieses modernen Klassikers vor.
Unterm Strich ist ZACK 320 eine runde, abwechslungsreiche Ausgabe, die vor allem durch ihre starken Abschlüsse und die gelungene Balance zwischen Tradition und Moderne überzeugt.

