Werk ohne Autor

Werk ohne Autor
Darsteller: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Ben Becker
Regisseur: Florian Henckel von Donnersmarck
Sprachen: Deutsch DTS-HD MA 5.1; Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 1920x1080p (1.85:1)
Spieldauer: 189 Minuten
Walt Disney



Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt WERK OHNE AUTOR über drei Epochen deutscher Geschichte vom dramatischen Leben des Künstlers Kurt (Tom Schilling), seiner leidenschaftlichen Liebe zu Elisabeth (Paula Beer) und dem folgenschweren Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater Professor Seeband (Sebastian Koch). Dessen wahre Schuld an den verhängnisvollen Ereignissen in Kurts Leben kommt letztlich durch die Kunst zum Ausdruck.


Es ist ein Film der großen Tragödie, der Zusammenschnitt vom Tod in der Gaskammer, die Bombardierung von Dresden und der Tod auf dem Schlachtfeld werden eins, das Verbrechen der NS-Euthanasie. Es ist der Ableiter, der in die Partei eintreten muss um zu arbeiten und nach dem Krieg keine Arbeit bekommt, weil er in der Partei war. Der SS-Arzt der Menschen in die Gaskammerschickt und nach seiner Gefangenname der Sowjets der Hinrichtung entkommt weil er als Arzt zu richtigen Zeit Leben rettet, was folgt ist, die Karriere nach dem Krieg.

All dies würde normalerweise völlig überfordern und den Betrachter mit Wut zurücklassen.
Doch Florian Henckel von Donnersmarck Regie ist hier meisterlich, zusammen mit seinen Brillanten Schauspielern Tom Schilling, Sebastian Koch und Paula Beer erzählt er diese Geschichte ohne Wertung, er gibt keine Aussage, er erzählt ohne diese.

Drei Dekaden, dessen Inspiration das Leben des Malers, Bildhauers und Fotografen Gerhard Richter ist, wobei Donnersmarcks keine Biographie erzählen will, sondern macht sich etwas Eigenes hinzu.

Aber auch anderen Personen sind von der Realität inspiriert, Oliver Masucci („Er ist wieder da“) als Professor Antonius van Verten ist klar angelegt an den exzentrischen Künstler Joseph Beuys und seine Fett Ecke.

All dies erzählt Donnersmarck so ruhig und leicht, das es die über 3 Stunden Laufzeit wie im Flug vergehen, weil man jede Minute dieses Meisterwerkes hiervon gefesselt ist.
Es ist schon eine Schande das Donnersmarck nicht auch dieses Mal einen Oskar gewonnen hat, aber zumindest ist er hiermit schon, dem meist nominiertest deutsche Regisseur für ein den fremdsprachigen Film, zu Recht!

Ein Meisterwerk was leider völlig zu Unrecht unter Wert im Kino lief, aber „Werk ohne Autor“ ist kein Popcorn Kino, sondern Filmkunst pur, etwas was man in deutschen Kino leider ganz selten erlebt.

Extras: Die Story; Die Musik

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