Cirque du Soleil Paramour

Uraufführung: 25.05.2016 (Lyric Theatre, Broadway, New York)

Europäische Erstaufführung: 14.04.2019

Songs und Liedtexte: Andreas Carlsson

Regie und Choreografie: Sergio Trujillo

Acrobatic Design und Choreografie: Shana Carroll

Musikalische Leitung: Klaus Wilhelm

Bühne: Jean Rabasse

Acrobatic Performance Design: Boris Verkhovsky

Theater Neue Flora, Hamburg

www.stage-entertainment.de

 

 

Die Frage, was Cirque du Soleil Paramour nun wirklich ist, Zirkusakrobatik oder Musical, kann man ganz einfach beantworten. Es ist die Essenz aus Beiden, dass zugleich Schönste, aber auch Spektakulärste.

Es fängt an mit einer Szene, welche deutlich an All that Jazz aus Chicago erinnert ist, eine Showtreppe, die Hollywoods Traumfabrik in den Goldenen 20er und 30er Jahren zeigt und deutlich macht, wie perfekt die Synthese funktioniert.

Der Filmregisseur AJ Golden ist nach einigem Pech auf der Suche nach einem unbekannten Starlett, aus dem er einen Superstar machen möchte und trifft dabei auf die junge Mildred Williams, aus der er kurzerhand seine Kunstfigur Indigo macht.

Ein im Grunde ganz einfaches Hollywoodmärchen vom kleinen Mädchen, welches zum Star wird.

Hier ist es aber die Verpackung, die zählt. Seien es die Bühnenbilder und Kostüme, die Cleopatra und Vom Winde verweht alle Ehre machen oder die Anlehnung an klassische Filmplakate von Denn sie wissen nicht was sie tun bis hin zu Der blaue Engel . Die Hommage an die Traumfabrik ist mehr als deutlich.

Dazu gibt es Showeinlagen mit 20 Akrobaten in 16 Show-Acts, die einem teilweise den Atem rauben.

Ständig wirbeln Tänzerinnen oder Tänzer durch die Luft, sei es über Trampoline, welche die Dächer der Großstatt darstellen,
Showwippen als Teil einer alten Westernshow oder ein Tanz mit einem Einrad als Teil der Nachtcluberöffnungsszene. Ein Highlight aber sind zweifelsohne die durchs Publikum fliegenden Zwillinge Andrew und Kevin Atherton.

Die Besetzung wird getragen von Pasquale Aleardi als Regisseur AJ Golden. Pasquale Aleardi hat mit seinen Rollen in Tatort, Resident Evil und aktuell in der "Kommissar Dupin" Reihe sein schauspielerisches Talent gezeigt. Aber sein stimmliches Talent ist mehr als überzeugend, denn Musik ist eindeutig seine zweite Leidenschaft, wie seine Mitgliedschaft im Kölner Musikprojekt "Big Gee" beweist. Mildred bzw. Indigo wird von der 21-jährigen Niederländerin Vajèn van den Bosch verkörpert, die hier wohl den Beginn einer großen Karriere hat.

Für Regie und Choreografie verantwortlich ist Sergio Trujillo, welcher bereits Tarzan in der Neuen Flora inszenierte.

Akrobatik und Musical, eine hervorragende Kombination, die verdienterweise mit langen Standing Ovations gefeiert wurde

 

Karten für dieses außergewöhnliche und mitreisende Show Erlebnis gibt es hier

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