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Tauchfahrt des Schreckens (Creature Feature Collec

Tauchfahrt des Schreckens

Tauchfahrt des Schreckens (Creature Feature Collection #12)
USA 1970
Regisseur: Kevin Connor
Darsteller: Doug McClure, Lea Brodie, Shane Rimmer, Peter Gilmore
Bildformat: 1.77:1 (16:9)
ca. 92 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonformat: DTS-HD Master Audio 2.0
Untertitel: Deutsch
PLAION PICTURES

Mit Warlords of Atlantis – hierzulande unter dem Titel „Tauchfahrt des Schreckens“ bekannt – fand die lose Abenteuerreihe von Regisseur Kevin Connor und Hauptdarsteller Doug McClure ihren Abschluss. Nach den drei vorangegangenen Filmen The Land That Time Forgot, At the Earth's Core und The People That Time Forgot war die Erwartungshaltung durchaus vorhanden – doch leider zeigt sich schnell, dass dieser vierte Teil qualitativ nicht mehr ganz an die Stärken der Vorgänger anknüpfen kann.

Die Geschichte verlagert das Geschehen diesmal unter die Meeresoberfläche. Eine Expedition mit einem Tauchboot gerät außer Kontrolle und stößt auf die sagenumwobene Welt von Atlantis. Dort treffen die Figuren nicht nur auf eine untergegangene Zivilisation, sondern auch auf allerlei Kreaturen, die klar dem klassischen Creature-Feature-Kino der 70er Jahre entspringen.

Was auf dem Papier reizvoll klingt, wirkt im Film jedoch erstaunlich formelhaft. Viele Handlungselemente wiederholen bekannte Muster der Reihe: eine Gruppe von Abenteurern, eine isolierte fremde Welt, Gefahren durch Kreaturen und ein autoritäres Regime. Doch während die Vorgänger noch durch ihre Entdeckeratmosphäre und einen gewissen Sense of Wonder punkten konnten, fehlt „Tauchfahrt des Schreckens“ genau diese Frische. Die Handlung wirkt streckenweise wie eine Variation bereits erzählter Ideen – nur ohne deren ursprüngliche Faszination.

Es lässt sich kaum anders sagen: Dieser Film ist der schwächste der vier Connor/McClure-Abenteuer. Während etwa „Caprona – Das vergessene Land“ noch mit seiner exotischen Inselwelt und „Der sechste Kontinent“ mit seiner bizarren Hohlwelt punkten konnten, fehlt es „Tauchfahrt des Schreckens“ an einem wirklich packenden zentralen Konzept. Atlantis bleibt visuell und erzählerisch überraschend blass.

Auch die Dramaturgie trägt ihren Teil dazu bei: Die Spannungskurve ist flach, viele Szenen wirken episodenhaft aneinandergereiht, ohne echten Höhepunkt. Konflikte werden oft zu schnell eingeführt und ebenso schnell wieder aufgelöst. Dadurch fehlt dem Film die emotionale Wucht, die selbst die eher simplen Vorgänger stellenweise entwickeln konnten.

Doug McClure liefert erneut eine solide Performance als klassischer Abenteuerheld. Er bringt die nötige Präsenz und Sympathie mit, um den Film zu tragen – allerdings merkt man auch, dass seine Rolle kaum Entwicklung durchläuft. Es ist im Grunde dieselbe Figur, die er schon in den vorherigen Filmen gespielt hat.

Die Nebenfiguren bleiben weitgehend blass. Weder die Mitstreiter noch die Gegenspieler erhalten genügend Tiefe, um nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Gerade im Vergleich zu den Vorgängern fehlt es hier an markanten Charakteren.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Filme waren immer die Effekte – und hier zeigt sich ein zweischneidiges Bild. Die Kreaturen und Miniaturen entsprechen dem typischen Stil der 70er Jahre, mit sichtbaren Modellen und Stop-Motion-Elementen. Für Fans dieses Stils hat das durchaus seinen Charme.

Allerdings wirken die Effekte im Vergleich zu den früheren Teilen weniger einfallsreich und teilweise auch günstiger. Die Inszenierung kann die Illusion einer fremden Welt nicht immer aufrechterhalten. Gerade Atlantis selbst bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück – man bekommt nie wirklich das Gefühl, eine beeindruckende, mysteriöse Zivilisation zu entdecken.

Die Veröffentlichung von Plaion Pictures liefert eine insgesamt ordentliche Präsentation, muss sich aber den altersbedingten Einschränkungen des Materials beugen.

Das Bild im Format 1,77:1 zeigt eine wechselhafte Qualität. In guten Momenten ist die Schärfe solide und Details sind erkennbar, doch immer wieder gibt es weichere Einstellungen und leichte Unschärfen. Die Farbgebung wirkt insgesamt natürlich, könnte aber etwas kräftiger sein. Der Kontrast ist stabil, Schwarzwerte sind akzeptabel, ohne besonders tief zu wirken. Insgesamt eine respektable, aber keine herausragende HD-Umsetzung.

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