Sean Phillips · Ed Brubaker
Criminal - Deluxe Edition Band III
Criminal – Deluxe Edition Band III
Zeichnung: Sean Phillips
Szenario: Ed Brubaker
Seitenzahl: 396
ISBN: 978-3-96582-238-2
Preis: 49,80 €
Enthält: Savage Sword Of Criminal ; Deadly Hands Of Criminal ; My Heroes Have Always Been Junkies (Original Graphic Novel) ; Bad Weekend (Original Graphic Novel) ; Criminal (2019) #1, 4
Schreiber & Leser
Mit "Criminal – Deluxe Edition Band III" setzen Ed Brubaker und Sean Phillips ihre vielleicht wichtigste gemeinsame Serie fort – und beweisen erneut, warum "Criminal" zu den besten Crime-Comics der vergangenen Jahrzehnte gehört. Kaum ein anderes modernes Comicuniversum verbindet klassischen Film-noir-Zynismus, psychologische Tiefe und literarische Qualität derart konsequent wie diese Reihe.
Dabei ist "Criminal" weit mehr als nur eine Sammlung düsterer Gangstergeschichten. Die Serie funktioniert wie ein großes Mosaik aus kaputten Existenzen, gescheiterten Träumen und Menschen, die längst wissen, dass sie ihrer Vergangenheit niemals entkommen werden. Genau dieses Gefühl durchzieht auch den dritten Deluxe-Band, der mehrere Geschichten und Graphic Novels vereint und dabei erneut die ganze erzählerische Klasse des Kreativduos offenbart.
Schon der Aufbau des Bandes macht deutlich, wie außergewöhnlich "Criminal" geworden ist. Statt einer linearen Handlung präsentiert die Reihe verschiedene Figuren, Zeitebenen und Perspektiven, die sich lose überschneiden und gegenseitig ergänzen. Das Ergebnis erinnert weniger an klassische Superheldencomics als vielmehr an große amerikanische Kriminalliteratur oder Independent-Kino der 1970er-Jahre.
Ed Brubaker versteht das Crime-Genre wie kaum ein anderer moderner Autor. Seine Geschichten handeln zwar von Gangstern, Betrügern, Junkies und Verlierern, doch eigentlich interessieren ihn die emotionalen Narben dieser Menschen. Gewalt ist in "Criminal" nie glamourös, sondern schmerzhaft, unerquicklich und oft erschreckend banal.
Besonders beeindruckend bleibt, wie menschlich Brubaker selbst moralisch fragwürdige Figuren schreibt. Niemand in diesem Universum ist wirklich unschuldig, aber fast jede Figur besitzt nachvollziehbare Sehnsüchte, Ängste oder Traumata. Dadurch entsteht eine emotionale Glaubwürdigkeit, die viele moderne Crime-Geschichten vermissen lassen.
Gerade "Meine Helden waren immer Junkies" (My Heroes Have Always Been Junkies) gehört dabei zu den stärksten Geschichten des gesamten Bandes. Was zunächst wie ein kleiner, intimer Nebenstrang wirkt, entwickelt sich schnell zu einer melancholischen Studie über Sucht, Selbsttäuschung und emotionale Isolation. Brubaker erzählt diese Geschichte mit bemerkenswerter Ruhe und psychologischem Feingefühl. Statt sensationeller Wendungen stehen die inneren Konflikte der Figuren im Mittelpunkt.
Dabei gelingt ihm eine seltene Balance: Die Geschichte wirkt gleichzeitig romantisch, traurig und latent bedrohlich. Wie so oft in "Criminal" liegt jederzeit das Gefühl in der Luft, dass alles plötzlich eskalieren könnte.
Das absolute Highlight dieser Deluxe-Ausgabe ist jedoch zweifellos "Böses Wochenende" (Bad Weekend). Diese Graphic Novel gehört zu den besten Arbeiten, die Brubaker und Phillips je veröffentlicht haben. Im Zentrum steht ein alternder Comiczeichner, der von seinem jüngeren Kollegen zu einer Convention begleitet wird. Was folgt, ist eine bittere, melancholische und oft erschütternd ehrliche Abrechnung mit der Comicbranche.
Selten wurde das Leben kreativer Künstler so desillusioniert dargestellt. "Böses Wochenende" zeigt eine Welt aus verpassten Chancen, Egoismus, Alkohol, Ausbeutung und kreativer Erschöpfung. Gleichzeitig steckt in der Geschichte eine tiefe Liebe zum Medium Comic. Gerade diese Ambivalenz macht die Erzählung so stark.
Die Figuren wirken dabei erschreckend real. Man spürt in jeder Szene, dass Brubaker und Phillips ihre Branche genau kennen. Viele Momente besitzen beinahe dokumentarischen Charakter, ohne jemals ihre emotionale Wirkung zu verlieren.
Vor allem die Gespräche zwischen den Figuren gehören zum Besten, was modernes Comicwriting zu bieten hat. Der Comic lebt nicht von Action oder spektakulären Verbrechen, sondern von Enttäuschungen, verletzten Egos und der Erkenntnis, dass manche Menschen ihre besten Jahre längst hinter sich haben.
Sean Phillips beweist auch in diesem Band erneut, warum er zu den wichtigsten Comiczeichnern des modernen Noir zählt. Sein Stil ist unverwechselbar: reduzierte Linien, schwere Schatten, realistische Mimik und eine permanente Atmosphäre aus Müdigkeit und unterschwelliger Bedrohung.
Besonders bemerkenswert ist seine Fähigkeit, Gesichter zu erzählen. Kleine Blicke, angedeutete Emotionen oder körperliche Erschöpfung transportieren oft mehr als ganze Dialogseiten. Phillips braucht keine übertriebenen Gesten oder spektakulären Splashpages – seine Figuren wirken gerade deshalb so glaubwürdig, weil sie wie echte Menschen aussehen.
Auch die Farbgebung trägt enorm zur Wirkung bei. Die gedämpften Farben erzeugen eine triste, melancholische Stimmung, die perfekt zum Noir-Ton der Geschichten passt. Bars, Motelzimmer, heruntergekommene Wohnungen und nächtliche Straßen wirken bei Phillips nie romantisiert, sondern abgenutzt und lebensnah.
Gleichzeitig versteht er es meisterhaft, Spannung visuell aufzubauen. Viele Szenen leben von Stille, engen Räumen oder kleinen Details im Hintergrund. Gewalt bricht oft plötzlich und brutal in scheinbar ruhige Momente ein – genau dadurch entfalten diese Szenen ihre Wirkung.
Mit "Barbar ohne Erbarmen" (Savage Sword Of Criminal) und Tödliche Hände" (Deadly Hands Of Criminal) zeigt die Reihe zudem ihre härtere, pulpigere Seite. Diese Geschichten erinnern teilweise an klassische Exploitation-Filme oder schmutzige Taschenbuchkrimis vergangener Jahrzehnte.
Brubaker und Phillips spielen hier bewusst mit Genreklischees: abgehalfterte Kriminelle, korrupte Cops, brutale Gewalt und Figuren, die ständig zwischen Loyalität und Verrat schwanken. Dennoch verlieren die Geschichten nie ihre emotionale Substanz. Selbst die härtesten Gangster bleiben verletzliche Menschen, die oft nur versuchen, irgendwie zu überleben.
Gerade diese Mischung aus Genreunterhaltung und psychologischer Tiefe macht "Criminal" so außergewöhnlich. Die Comics funktionieren gleichzeitig als spannende Krimis und als Charakterstudien über gescheiterte Existenzen.
Auch die physische Präsentation wird dem Material gerecht. Die Deluxe-Ausgabe wirkt hochwertig verarbeitet und bietet den Geschichten den angemessenen Rahmen. Das größere Format bringt Phillips’ Zeichnungen hervorragend zur Geltung, während Papierqualität und Druck sehr gelungen ausfallen.
Mit fast 400 Seiten bietet der Band zudem enorm viel Inhalt. Besonders positiv ist, dass die unterschiedlichen Geschichten trotz ihrer Eigenständigkeit ein geschlossenes Gesamtbild ergeben. Man taucht immer tiefer in diese kaputte, trostlose Welt ein, in der Gewalt, Verlust und Nostalgie permanent ineinandergreifen.
"Criminal – Deluxe Edition Band III" ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie erwachsen, literarisch und emotional komplex Comics sein können. Ed Brubaker und Sean Phillips erzählen keine simplen Gangstergeschichten, sondern menschliche Tragödien voller Schuld, Sehnsucht und gescheiterter Hoffnungen.
Der Band vereint melancholischen Noir, bittere Branchenkritik, psychologische Charakterstudien und harte Crime-Unterhaltung auf außergewöhnlich hohem Niveau. Besonders "Böses Wochenende" (Bad Weekend) und "Meine Helden waren immer Junkies" (My Heroes Have Always Been Junkies) gehören zu den stärksten Arbeiten des gesamten "Criminal"-Kosmos.
Wer düstere Kriminalliteratur, Film noir oder anspruchsvolle Graphic Novels liebt, kommt an "Criminal" kaum vorbei. Diese Deluxe-Ausgabe zeigt eindrucksvoll, warum die Zusammenarbeit von Brubaker und Phillips längst als moderner Klassiker des Mediums gilt.
Criminal - Deluxe Edition Band II
Criminal – Deluxe Edition Band II
Zeichnung: Sean Phillips · Szenario: Ed Brubaker
€ 49,80 | gebunden | Farbe | 432 Seiten
ISBN: 978-3-96582-215-3
Storys: Bad Night, The Sinners, and The Last of the Innocent sowie Kurzgeschichten, Artikel, und eine Gallery.
Schreiber & Leser
Mit dem zweiten Deluxe-Band von Criminal liegt ein weiterer zentraler Baustein jener Comicserie vor, mit der Ed Brubaker und Sean Phillips das moderne Noir-Genre im Comic praktisch neu definiert haben. Diese Ausgabe bündelt mehrere der stärksten Geschichten des Zyklus und macht eindrucksvoll deutlich, warum Criminal weit mehr ist als eine Aneinanderreihung von Gangsterplots – es ist eine bittere, melancholische Chronik verlorener Leben.
Im Mittelpunkt stehen erneut Figuren, die am Rand der Gesellschaft existieren: Verlierer, Gejagte, Schuldige, die oft nicht einmal genau wissen, wann sie falsch abgebogen sind. Brubaker interessiert sich nicht für den spektakulären Coup, sondern für das Danach – für Schuld, Reue, falsche Loyalitäten und die Last der Vergangenheit. Seine Geschichten sind streng komponiert, dabei aber nie kalkuliert. Jede Episode funktioniert für sich, fügt sich aber zugleich nahtlos in das größere Mosaik einer Stadt ein, in der Hoffnung stets eine fragile Illusion bleibt.
Besonders stark ist dabei Brubakers Fähigkeit, klassische Noir-Motive – Femme fatale, korrupte Autoritäten, tragische Antihelden – nicht einfach zu zitieren, sondern emotional neu aufzuladen. Seine Figuren handeln selten aus Gier allein, sondern aus Liebe, Angst oder einem verzweifelten Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Genau darin liegt die Tragik von Criminal: Die Figuren sind keine Monster, sondern Menschen, die zu lange an falschen Idealen festgehalten haben.
Sean Phillips’ Zeichnungen sind dafür die perfekte visuelle Entsprechung. Seine klare, reduzierte Linienführung und der bewusste Einsatz von Farbe erzeugen eine Atmosphäre permanenter Bedrohung und innerer Leere. Gesichter erzählen hier oft mehr als Dialoge: Müdigkeit, Misstrauen, stille Resignation. Phillips versteht es meisterhaft, urbane Räume als emotionale Landschaften zu inszenieren – Bars, Motels und Hinterzimmer wirken wie Spiegel der Seelenzustände ihrer Bewohner.
Die Deluxe Edition punktet zudem mit reichhaltigem Zusatzmaterial. Skizzen, Illustrationen und Texte geben Einblick in den kreativen Prozess und unterstreichen, wie eng Text und Bild bei diesem Duo verzahnt sind. Criminal ist kein Produkt, sondern ein gemeinsames Erzählen auf Augenhöhe – und genau das macht diese Ausgabe so wertvoll.
Band II bestätigt endgültig den Status der Serie als moderner Noir-Klassiker: kompromisslos, menschlich, schmerzhaft ehrlich. Ein Comic für Leserinnen und Leser, die keine einfachen Antworten suchen, sondern Geschichten, die nachhallen.
Band 2 der Deluxe Edition umfasst übrigens die Panini Paperbacks 4-6, das bedeutet das sich in „Criminal – Deluxe Edition Band III“ ausschließlich deutsche Erstveröffentlichungen befinden
Criminal - Deluxe Edition Band I
Criminal – Deluxe Edition Band I
Zeichnung: Sean Phillips · Szenario: Ed Brubaker
432 Seiten | gebunden | Farbe | € 49,80
ISBN: 978-3-96582-206-1
Schreiber & Leser
Mit Criminal haben Ed Brubaker und Sean Phillips eines der prägendsten Werke moderner Crime-Comics geschaffen. Die Deluxe Edition 1 vereint die drei ersten großen Erzählungen der Reihe – Feigling (Coward), Blutsbande (Lawless) und Grabgesang (The Dead and the Dying) – in einer edlen Hardcover-Ausgabe. Zusammen bilden sie nicht nur packende Noir-Stories, sondern auch eine Hommage und Weiterentwicklung jener Tradition, die in den Romanen von Dashiell Hammett oder Raymond Chandler begann und im klassischen Hollywood-Noir der 1940er- und 50er-Jahre visuelle Gestalt annahm.
Feigling zeigt mit Leo einen „Meister des Entkommens“, der zwar furchtsam wirkt, doch in seiner Vorsicht eine tödliche Konsequenz besitzt. Brubaker greift hier den klassischen Typus des widerwilligen Antihelden auf – ein Mann, der den Ausstieg sucht, aber durch Loyalität und Umstände wieder in den Strudel des Verbrechens gezogen wird.
Blutsbande erzählt die Geschichte von Tracy Lawless, einem Veteranen, der nach dem Vietnamkrieg mit einer Welt konfrontiert ist, die keinen Platz mehr für ihn hat. Diese Figur wirkt wie ein moderner Nachfahre der verbitterten Noir-Detektive, deren moralischer Kompass gebrochen ist, aber deren Drang nach Gerechtigkeit sie unweigerlich in die Dunkelheit führt.
Grabgesang ist eine Rückblende, die die Verstrickungen mehrerer Figuren über Jahrzehnte beleuchtet – fast schon eine Noir-Saga im Stil von James Ellroy, bei der sich Schuld, Verrat und verlorene Träume durch die Generationen ziehen.
Brubakers Dialoge und Erzählstimmen erinnern stark an die Lakonie Chandlers oder die kühle Direktheit Hammetts. Wo Chandler mit poetischer Metaphorik glänzte, reduziert Brubaker auf das Wesentliche, trocken, fast dokumentarisch. Seine Figuren leben in einer Welt, in der Moral zur Grauzone verschwimmt – ein typisches Kennzeichen des Hardboiled.
Sean Phillips’ Zeichnungen wiederum knüpfen visuell an die Tradition des Film Noir an: harte Schatten, von Neonlicht zerschnittene Nachtstraßen, Interieurs voller Rauch und klaustrophobischer Enge. Viele seiner Bilder tragen die Schwere von Schwarz-Weiß-Fotografien, auch wenn sie farbig koloriert sind. Was Phillips auszeichnet, ist die Kombination aus realistischer Figurenzeichnung und einer leicht skizzenhaften, rauen Linienführung, die jeder Szene eine gewisse Brüchigkeit gibt. Seine Menschen wirken oft abgekämpft, von den Ereignissen gezeichnet – man sieht ihnen an, dass sie ihre Geschichten auf der Haut tragen. Besonders eindrucksvoll sind seine Panels, in denen er mit Bildausschnitten spielt: Close-ups von Gesichtern, Zigarettenrauch im Halbdunkel oder Straßenszenen, die nur eine Sekunde vor der Eskalation eingefroren scheinen.
Criminal lässt sich auch als Weiterentwicklung des klassischen Noir verstehen. Während Hammett und Chandler die Großstadt der 1930er- und 40er-Jahre beschrieben und Hollywood-Filme wie Double Indemnity (Frau ohne Gewissen, 1944) oder The Asphalt Jungle (Asphalt-Dschungel, 1950) diese Atmosphäre visuell verdichteten, führen Brubaker und Phillips die Thematik ins 21. Jahrhundert: Die Bars sind heruntergekommener, die Straßen brutaler, und der Pessimismus hat jeglichen Anschein von Romantik verloren.
Criminal war nicht die erste und auch nicht die letzte Zusammenarbeit des Duos. Bereits zuvor hatten sie mit Sleeper (einem düsteren Spionage-Superhelden-Mix) gezeigt, wie gut ihre Handschrift zusammenpasst. Später folgten von ihnen lunter anderem:
Incognito – ein Spiel mit Superhelden- und Supervillain-Klischees, das ebenfalls im Noir-Gewand daherkommt.
Fatale – eine Mischung aus Horror und Noir, die Lovecraft’sche Mythen mit klassischen Krimi-Strukturen verbindet.
The Fade Out – ein Historien-Noir, der das Hollywood der 1940er-Jahre als Schauplatz für Mord, Korruption und Zensur nutzt.
Reckless – eine Serie von Graphic Novels über den Problemlöser Ethan Reckless, die wie moderne Paperback-Pulpromane wirken.
All diese Werke tragen die unverwechselbare Handschrift des Teams: Brubakers Gespür für lakonische, dichte Dialoge und Phillips’ Fähigkeit, Atmosphäre in Bildern zu destillieren. Bitte ihr lieben, alle in dieser Form veröffentlichen!!! sowie Cruel Summer, Pulp und natürlich Sleeper
Die Deluxe Edition besticht nicht nur durch die Geschichten, sondern auch durch ihre Präsentation. Neben der großformatigen Wiedergabe der drei Story-Arcs finden sich zahlreiche Extras: ein experimenteller Comic-Trailer, Skizzen, Essays, Cover-Galerien und Einblicke in den Arbeitsprozess. Damit wird die Ausgabe zu einem wahren Sammlerstück – fast schon wie ein kunsthistorischer Band, der die Noir-Tradition im Medium Comic dokumentiert.
Wer klassische Noir-Atmosphäre sucht, wird hier fündig. Criminal ist keine bloße Nacherzählung bekannter Klischees, sondern ein Werk, das Tradition und Gegenwart verbindet: harte Gangster, gebrochene Existenzen, aber erzählt mit modernem Rhythmus und psychologischer Tiefe. Der einzige „Nachteil“ liegt darin, dass die kompromisslose Düsternis keinerlei Auswege bietet – doch genau dies ist das Markenzeichen der Serie.
Criminal Deluxe Edition 1 ist mehr als eine Sammlung großartiger Comics – es ist eine Verbeugung vor der Noir-Tradition, zugleich aber auch deren zeitgemäße Fortschreibung. Brubaker und Phillips beweisen, dass der Geist von Hammett und Chandler ebenso lebendig ist wie die Bildsprache des Film Noir. Ihre Geschichten sind düster, elegant und gnadenlos – und damit ein Muss für alle, die Krimi nicht als Rätselspiel, sondern als Abgrund der menschlichen Seele verstehen.
Ein moderner Noir-Klassiker in bibliophiler Form.